Haymatloz

 Kinofilm

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In Absprache mit dem Dersa Kino Rahden wird der Film „Haymatloz“ zum Thema Frieden und Gerechtigkeit gezeigt.csm_dersakinkrahde_6fed0d2f0c

94 Minuten, ab 0 Jahren

Regie: Eren Önsöz, Genre: Dokumentation

Inhalt:
Direkt nach der Machtergreifung durch die Nazis verloren rund ein Drittel der Professoren ihre Stellungen an deutschen Universitäten. Was die Wenigsten wissen: zahlreiche Intellektuelle, Juden und Antifaschisten, flüchteten in das unbekannte Exilland Türkei. Staatsgründer Atatürk hatte die Deutschen eingeladen, an seiner ambitionierten Universitätsreform mitzuwirken. Die Filmemacherin Eren Önsöz begleitet die letzten Nachkommen dieser Professoren an Schauplätze in der Schweiz, Deutschland und in der Türkei. Mithilfe von fünf Protagonisten, die in der Türkei geboren und aufgewachsen sind, untersucht sie dieses vergessene Kapitel deutsch-türkischer Geschichte, dessen Bedeutung bis in unsere Gegenwart reicht.An der Europäisierung der Türkei waren die renommierten Deutschen wesentlich beteiligt. Doch was ist von dem Kultur- und Wissenstransfer unter Premier Erdogan übrig geblieben? Wo doch heute in der Türkei die Atatürkschen Reformen rückgängig gemacht und laizistische Strukturen aufgelöst werden. Gilt das auch für die Bemühungen der Exilant?Inmitten der weltweiten Flüchtlingskrise wirft der Dokumentarfilm hochaktuelle Fragen auf und beleuchtet das Schicksal der akademischen Elite Deutschlands im türkischen Exil: Verfolgt, hofiert und „haymatloz“.

An diesem Abend wird ein kurzer Trailer (3 min) des Videoprojektes von und mit Rahdener Geflüchteten gezeigt.

Videoprojekt

Der Filmemacher Nils Dunsche begleitet seit Sommer 2016 Geflüchtete in Rahden bei ihren alltäglichen kleinen und großen Ereignissen. So sind Bilder im YMCA Café international, auf dem Fußballplatz oder beim Einkauf entstanden. Aber auch persönliche Bilder. Der Filmemacher hat sich Zeit genommen mit seinen Begegnungen, hat vertrauen gewonnen. Die Geflüchteten erzählen von ihrer Heimat, von ihren Gefühlen und Sorgen, die sie in Rahden haben. Und er lässt auch die Menschen zu Wort kommen, die den Geflüchteten das Ankommen in Rahden ermöglichen.

„Jede Flucht hat ihre eigene Geschichte. Der Film lässt Geflüchtete aus Rahden zu Wort kommen. Wer sind sie? Warum kamen sie nach Rahden? Wie leben sie hier? Das Filmprojekt entstand im Rahmen des Kunstprojekts „Eigentlich geht es darum“, initiiert vom Alarmtheater Bielefeld. Weitere Infos zu dem Projekt auf Alarmtheater Bielefeld.

Premiere

Die Premiere des Videoprojektes ist für den 4. Dezember in Bielefeld vorgesehen. Danach wird es einen Termin in Rahden geben.

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